Ein Hundeleben geht zu Ende

Die Faustregel, ein Hundejahr entspreche sieben Menschenjahren, gilt - spätestens seitdem Hunde aufgrund der guten Ernährung und Haltungsbedingungen länger leben - nicht mehr. Die relativ hohe Lebenserwartung des durchschnittlichen Dackels liegt gegenwärtig bei 15 oder mehr Jahren. Das entspräche dann 105 oder mehr Menschenjahren. Da der Mensch selten älter als 90 Jahre alt wird, einigen wir uns beim Dackel also auf den Faktor 6.

Was bedeutet das für uns, Euch und Waggle-Daggle? Das bedeutet, dass unser Waggle-Daggle seit dem offiziellen Labelbeginn mit Mauri und Daniel im Jahre 2003 bereits um 30 Jahre gealtert ist. Kann es Zufall sein, dass in diesem Jahre 2008 sowohl der Waggle-Daggle, als auch Daniel selbst 30 Jahre alt geworden sind? Dass die fünf Jahre Labelarbeit bezogen auf das Lebensalter des Labelpapas Daniel nun genau den Faktor 6 bilden, der unseren Dackel so flott reifen lässt?

Ist es Zufall, dass die Quersumme aus 2008 = 10 ist und wir in den 30 Jahren Dackelleben genau zehn Platten veröffentlicht haben? Zur Erinnerung, es waren dies 1. „Verlen – Beach Life“, 2. „MAMF Sampler Vol.2“, 3. „Sushimob – The Glen Venus EP“, 4. „Rosapowerclub – Losfahrn“, 5. “Verlen – TOTBH”, 6. “Lada – Invitation”, 7. “Skagen – Sorry Sun!”, 8. “Cloroform – Cracked Wide Open”, 9. “Kanmantu – Happy Around The Corner EP” und 10. “Sushimob – TCATF”.

Kann es denn die Möglichkeit sein, dass das Ergebnis der Rechnung “Lebenserwartung Dackel – Anzahl veröffentlichter Platten” wieder 5 ergibt, nämlich genau die Zahl an Jahren, die Mauri und ich nun Waggle-Daggle belebt und am Leben gehalten haben?

Kann es nicht.

Das soll uns sagen, dass es gut so ist, dass es nicht besser werden kann und dass die Mathematik am Ende immer siegen wird. Vor allem auch dann, wenn die Subtraktion der aufzuwendenden Zeit, der benötigten Liquidität und der vorhandenen Motivation kleiner gleich Null zum Ergebnis hat.

Mauri und ich möchten das Label nach fünf Jahren Existenz mit allen Höhen und Tiefen als sehr emotionale, eindrucksvolle und lehrreiche Erfahrung schließen und dem Buch Waggle-Daggle vorerst keine weiteren Kapitel hinzufügen.

Wir danken zu allererst denjenigen, die uns von Anfang an in unserem Vorhaben bekräftigt haben, den Familien, den Freunden, den Bands und den vielen Fans. Den Magazinen, die uns unterstützt haben, den Konzertveranstaltern und Locations.

Wir danken besonders herzlich unseren Bands Sushimob, Verlen, Sonst Peter, Cloroform, Skagen, Lada und Kanmantu.

Wir danken mit liebem Gruß unseren Partnern und ehemaligen Mitmietern von Hazelwood Records, sowie unserem Vertrieb Broken Silence und Tapete Records aus Hamburg.

Wir danken für die freundliche Unterstützung unseren Praktikanten Chrissy, Laura, Sabrina, Martin, Timmi und Marc. Unseren Rhein-Main Starthilfen Andi König, Sepp’l Niemeyer und Radio X, Virus Musik Radio, dem Clubkeller, Nachleben, der Batschkapp, dem Alfred und seinem Hausboot, Philipp und dem 11er Club, dem Jazzkeller Hofheim und Kelkheim, den Mental Maps, Ansgar, dem Metz, Malin, Gregor Schubert, den Hochschulradios, Michael Kraft, Detlef Kinsler, Norbert Krampf, den zahlreichen Fanzines und Printmagazinen, die gut zu uns waren, dem Claude und allen, mit denen wir in diesen schönen Jahren zu tun hatten.

Danke.

P.S.: Die Seite samt Inhalt bleibt bestehen, aber hey – Bands – jetzt müsst Ihr keine Demos mehr zu uns schicken. Vielen Dank für Eure Arbeit und Mühe!

P.P.S.: Unsere Idee lebt weiter, Ihr findet sie in zahlreichen Bands, deren Ergebnis oben genannter Subtraktion noch immer größer Null ist. Findet im Netz Freezeebee, Daturah, Clint, Haus Norris, Tommy Finke, Sushimob, Ayefore, Rekorder, Harmful, Verlen, Kolkhorst, Velvet June, Pornoheft, Lucid, Hesi Honk, Sonst Peter, Janis Elko, Mr. Ebu, Tragkraft 6t, Cloudberry, die Traktor, Flocati, Grosse Freiheit, Heliotrope, Low 500, Situation Leclerq, Superdog u.v.m.

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Ein Hund unter Katzen?

Kaum sind die turbulenten Tage rum, muss das weihnachtliche Titelbild der Website auch schon wieder gewechselt werden. Und da ich meiner Schwester zu Weihnachten eine Mix CD - so richtig nach alter Manier, nämlich mit passenden Liedanfängen zu entsprechenden Liedenden usw. - mit eigenem Cover gemacht habe, darf sich unsere Eingangsseite nun freuen, einen Teil dieses Covers plus Dackel spendiert zu bekommen. Handmade by me und ein Dackel unter Katzen hat bekanntlich mehr zu lachen.

Alle Jahre wieder…

…kommt der Dachshund. Diesmal bringt er Euch nichts Neues, keine neuen CDs unter den Tannenbaum. Wollt Ihr denn überhaupt noch CDs haben, oder zieht Ihr Eure Musik mittlerweile direkt auf den Rechner oder iPod, bzw. artverwandte Player?

Die perfekte Kombination ist meines Erachtens Vinyl + nonphysische Songs, wobei die Frage nach dem richtigen Format ja beinahe einen Glaubenskrieg nach sich zieht. Richtig und sinnvoll ist die zukunftssichere Archivierung von Musikdateien natürlich nur in einem 100% verlustfreien Format (sogenannt “lossless”), aber richtig klein wird die gepackte Datei damit auch nicht.

Ich denke, wir können uns daran gewöhnen, dass Daten-Formate generell kurzlebiger werden und je nach Player-Generation (sei es nun Video oder Musik) ständig ein Update angesagt ist. Was sich nicht ändert, ist der Inhalt, das Herz und die Seele, es ändert sich lediglich die Darreichungsform.

Jetzt aber genug von der Kanzel gepredigt, ich wünsche Euch allen ein paar besinnliche Tage und möchte an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass ich - um dem gläsernen Menschen durch Web 2.0 vorzubeugen - unseren Dackelfreunde Blog und das Forum geschlossen habe.

Als guten Vorsatz für das neue Jahr solltet Ihr mal darüber nachdenken, Eure StudiVZ, MySpace und Weißdergeierwo-Profile auf das Nötigste zu reduzieren (oder gleich zu löschen, schließlich kann man sich auch Emails schreiben) und am besten auch noch die Payback-Karte in den Müll zu werfen. Ich hasse Vorratsdatenspeicherung.

Berlin - Freiburg

Ich, Daniel, bin schon wieder aus Berlin weggezogen. Und zwar hat es mich nach kurzem Überlegen nach Freiburg verschlagen. Die Geschäftsadresse hat sich dementsprechend auch geändert, allerdings betrifft das eher den leidigen Papierkram als die Demos der Newcomer da draußen. Denn: von postalisch eingesendeten Demos bitten wir vorerst abzusehen, uns bleibt keine Zeit und Kapazität, diese Demos zu bearbeiten und - ich will auch ehrlich sein - im kompletten letzten Jahr waren keine Highlights dabei, das meiste war mehr als unvollkommen.

Der Umzug lässt mich wieder näher an Frankfurt rücken, was ich persönlich sogar ganz gut finde. Mein Freund Mauri sitzt auch weiterhin in der Hauptstadt und so haben wir eine ganz tolle 800 Kilometer Dackel-Achse geschaffen.